Die umweltfreundlichste Kampagne aller Zeiten

Mit Hand- und Lochkamera auf der Weide: Biocoop gab die umweltfreundlichste Kampagne aller Zeiten in Auftrag (Quelle: Screenshot YouTube)

Lochkamera und handbemalte Plakate: Der französische Bio-Lebensmittelhändler Biocoop möchte seine Firmenphilosophie auch für die Werbung nicht verraten und gab eine besonders „grüne“ Kampagne in Auftrag. 

Biocoop ist nach eigenen Angaben der erste Händler für biologische Lebensmittel in Frankreich, seit über 25 Jahren sind Umweltschutz und Nachhaltigkeit für die Gründer die wichtigsten Themen. Doch auch ihr Geschäft ist auf Werbung angewiesen, deren Produktion naturgemäß viel Ressourcen und Energie verbraucht und damit die Umwelt belastet. Um ihren eigenen Idealen treu zu bleiben und damit ihre Glaubwürdigkeit zu wahren, beauftragten sie die Pariser Agentur Fred & Farid mit einer möglichst „grünen“ Kampagne.

Umweltfreundlich durch und durch

Heraus kam laut Agentur „die umweltfreundlichste Kampagne aller Zeiten“. Dafür musste jedes einzelne Produktionsdetail kontrolliert und neu gedacht werden: Das Team reiste mit Fahrrädern statt mit Autos, schlief in Öko-Häusern und ernährte sich von lokalen Bio-Lebensmitteln. Die Kampagnenmotive wurden mit einer Lochkamera aus einer einfachen Holzkiste fotografiert, anschließend auf recycelbarem Fotopapier entwickelt und von Hand mit Pflanzenfarbe bemalt. Die Poster wurden 25 Prozent kleiner als üblich gedruckt und später als Einkaufstüten wiederverwendet. Statt HD-Kameras kamen traditionelle, handbetriebene Filmapparate zum Einsatz, geschnitten wurde ebenfalls von Hand, die Musik wurde als One-Take aufgenommen. Selbst die minimalistische Website benötigt dank ASCII-Art nur 3 MB Speicherplatz und ist auf einem grünen Server gehostet, die Twitter-Kampagne bestand ausschließlich aus „recycelten“ (also Re-)Tweets, und der benötigte Strom wurde auf einem umgebauten Fahrrad selbst erzeugt.

Im Ergebnis verbrauchte die Kampagne nach Berechnungen der Agentur 5,9 Tonnen CO2 – fast drei Mal weniger, als die Produktion mit üblichen Mitteln benötigt hätte.

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1 Kommentar

  1. Sehr interessanter Artikel. Hoffe Sie veröffentlichen in regelmäßigen Abständen solche Artikel dann haben Sie eine Stammleserin gewonnen. Vielen dank für die Informationen.

    Gruß Anna

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